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Springe alltagstauglich machen

Springe ist eine Stadt mit echten Stärken: einer gewachsenen Gemeinschaft, lebendigen Ortsteilen und dem Deister als natürlichem Schatz direkt vor der Haustür. Und doch spüren viele Menschen im Alltag, dass Dinge nicht mehr so funktionieren, wie sie sollten. Der nächste Hausarzttermin ist weit, wer im Rathaus Hilfe sucht, läuft von Schreibtisch zu Schreibtisch, und das Potenzial des Deisters als Naherholungs- und Tourismusraum bleibt weitgehend ungenutzt.

Als Bürgermeister werde ich fünf Themen konsequent angehen – nicht mit Absichtserklärungen, sondern mit messbaren Schritten, klaren Verantwortlichkeiten und Transparenz gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern. Der rote Faden lautet:

„Ich mache Springe alltagstauglich: Arzttermine, kurze Wege, eine Verwaltung, die hilft, ein Deister-Angebot, das Gäste bringt, und Teilhabe für alle Generationen.“

Die folgenden fünf Themen zeigen, was ich konkret vorhabe, warum das machbar ist – und wie andere Kommunen das bereits erfolgreich umgesetzt haben.

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Was bereits funktioniert – Beispiele aus anderen Kommunen

Ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) ist eine Einrichtung, in der mehrere Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachrichtungen angestellt arbeiten – anders als in einer klassischen Einzelpraxis, in der die Ärztin oder der Arzt selbst Unternehmerin oder Unternehmer ist. Diese Organisationsform ist bei jüngeren Medizinerinnen und Medizinern besonders beliebt, weil sie planbare Arbeitszeiten, ein festes Gehalt und Teamarbeit ermöglicht.
 

Die Stadt Marienmünster in Nordrhein-Westfalen hat gezeigt, wie ein kommunales Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) aufgebaut werden kann: Der Stadtrat beschloss die Gründung einer MVZ-Gesellschaft als Instrument zur Sicherung der hauärztlichen Versorgung. Das Modell umfasst strukturiertes Recruiting, den schrittweisen Ausbau des Ärzteteams und die Einbindung von Weiterbildungskapazitäten im MVZ selbst. Ein wichtiger Praxishinweis aus diesem Beispiel: Kommunen müssen bei der Kassenzärztlichen Vereinigung (KV) – also der Organisation, die die Niederlassung von Ärztinnen und Ärzten regelt und abrechnet – oft Sicherheitsleistungen oder Bürgschaften hinterlegen. Das muss frühzeitig eingeplant werden.
 

Auf der Insel Amrum in Schleswig-Holstein sind mehrere Gemeinden noch einen Schritt weitergegangen: Sie haben gemeinsam eine MVZ gGmbH (gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung) gegründet, einen Neubau für das Gesundheitszentrum errichtet und zusätzlich Wohnungen für das medizinische Personal bereitgestellt. Dieser Ansatz zeigt: Unterkunft und Lebensqualität vor Ort können ein echter Wettbewerbsvorteil sein, wenn Kommunen um Ärztinnen und Ärzte konkurrieren. Rechtlich ist dies abgesichert: Kommunen dürfen ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) gründen, das ist im Fünften Buch Sozialgesetzbuch (SGB V), Paragraph 95, ausdrücklich geregelt.
 

Was ich in Springe konkret umsetzen werde

Mein Ziel ist klar: Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Springe soll in 180 Tagen arbeitsfähig sein – und die Bürgerinnen und Bürger können den Fortschritt offen mitverfolgen.

Drei Bausteine sind dafür entscheidend: Erstens braucht es eine saubere Führung ab dem ersten Tag – eine Geschäftsführung mit klaren Zielen in den Bereichen Ärztegewinnung, Kassenzärztliche Vereinigung (KV)-Prozesse, Personal und Praxisabläufe. Zweitens werden wir ein attraktives Standortpaket für Ärztinnen und Ärzte schnüren: Kooperationen zu Wohnraum, Kinderbetreuung und Partnerjobs – denn wie das Beispiel Amrum zeigt, kann Unterkunft ein echter Hebel sein. Drittens setze ich auf Transparenz statt Gerüchte: Monatliche Updates zeigen, wie viele Gespräche geführt wurden, wie viele Zusagen vorliegen und was den Prozess bremst. Das macht das Thema glaubwürdig – und schafft Vertrauen.

Ärztliche Versorgung sichern: das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) in Betrieb bringen

„Ich will, dass man in Springe und in den Ortsteilen wieder zuverlässig einen Hausarzt-Termin bekommt – ohne lange Wege. Dafür halte ich am Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) fest und bringe es in die Umsetzung. Junge Ärztinnen und Ärzte wollen oft angestellt arbeiten. Genau darauf stellen wir Springe ein.“

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Gewerbe und Einzelhandel stärken: eine Verwaltung, die hilft – und Flächen, die Zukunft haben

„Ich will, dass Unternehmer in Springe wieder Lust haben zu investieren. Wer umbauen, eröffnen oder erweitern will, soll nicht von Schreibtisch zu Schreibtisch laufen. Die Stadt soll helfen – und zwar schnell und unkompliziert.“

Was bereits funktioniert – Beispiele aus anderen Kommunen

Die Stadt Siegburg hat mit dem Modell des sogenannten Verwaltungslotsen gezeigt, wie Wirtschaftsförderung konkret wirken kann: Ein zentraler Ansprechpartner koordiniert alle Zuständigkeiten, begleitet Unternehmen durch Genehmigungsverfahren und sorgt für schnellere Abstimmung zwischen den Ämtern. Das Ergebnis: Unternehmen wissen, an wen sie sich wenden müssen – und bekommen eine Antwort.

Beim Umgang mit Leerstand in Innentstädten gibt es ebenfalls erprobte Ansätze: Sogenannte Pop-up-Stores – also temporäre Ladenöffnungen, die für begrenzte Zeit Leerstände beleben – sowie Zwischennutzungen durch Galerien, Startups oder kulturelle Initiativen sind in mehreren Städten erfolgreich eingesetzt worden. Entsprechende Handreichungen des Landes Nordrhein-Westfalen zur Stadtentwicklung sowie Publikationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) beschreiben diese Modelle konkret und praxisnah.
 

Was ich in Springe konkret umsetzen werde

Das Leitbild für Springe lautet: Rathaus als Unternehmer-Service – eine Nummer, ein Name, eine Antwortzeit.

Als sichtbarstes Zeichen wird es eine Stabsstelle beim Bürgermeister geben, in der ein Unternehmens-Lotse sowie ein Fördermittelmanager angesiedelt sind. Diese Stabsstelle ist direkt dem Bürgermeister zugeordnet – das sichert kurze Entscheidungswege, echte Zuständigkeit und die nötige Autorität, um zwischen Ämtern zu koordinieren. Der Unternehmens-Lotse ist erreichbar, verantwortlich und gibt eine Rückrufgarantie. Gleichzeitig sorgt der Fördermittelmanager dafür, dass verfügbare Förderprogramme – ob von Land, Bund oder der Europäischen Union (EU) – systematisch identifiziert und für Springe genutzt werden, statt ungenutzt zu verfallen.

Für Standardgenehmigungen – etwa Umbauten, Nutzungsänderungen oder Sondernutzungen – wird es klare Checklisten und feste, öffentlich einsehbare Bearbeitungszeiten geben. Leerstände sollen innerhalb von 30 Tagen nutzbar gemacht werden können: mit einem Standardvertrag für Zwischennutzung, einem kleinen städtischen Zuschuss für Grundkosten wie Strom und Versicherung sowie kuratierten Pop-up-Formaten.
 

Ein weiterer zentraler Baustein ist die priorisierte lokale und interkommunale Gewerbeflächenentwicklung. Springe wird gemeinsam mit den Nachbarkommunen in der Region aktiv geeignete Gewerbeflächen identifizieren, entwickeln und vermarkten – mit einem klaren Fokus auf zukunftsfähige Branchen. Dazu gehören ausdrücklich Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien sowie der Produktion und Nutzung von grünem Wasserstoff. Grüner Wasserstoff – also Wasserstoff, der durch Ökostrom erzeugt wird – gilt als Schlüsseltechnologie der Energiewende. Springe kann sich hier als attraktiver Gewerbestandort positionieren, wenn die Infrastruktur und die Rahmenbedingungen stimmen.
 

Die Innenstadt wird außerdem durch mehr Grün, Sitzgelegenheiten und saubere Wege sowie einen verlässlichen Markt- und Eventkalender belebt – damit Frequenz nicht durch Appelle, sondern durch echte Angebote entsteht.

„Springe hat den Deister vor der Tür. Das ist ein Geschenk – aber wir nutzen es noch nicht konsequent.

Ich will, dass Tagesgäste bleiben: für Kaffee, Essen, Übernachtung, Kultur – und dass unsere Ortsteile davon profitieren.“

Was bereits funktioniert – Beispiele aus der Region

Die Region Hannover hat den Deister bereits als touristisches Ziel entwickelt: ausgeschilderte Wandertouren, Abschnitte des Europäischen Fernwanderwegs E1, Walderlebnispfade und der Deister-Wanderpass als niedrigschwelliger Anreiz zum Wiederkommen. Diese Angebote existieren – aber Springe schöpft das Potenzial als natürlicher Ausgangspunkt noch nicht aus.
 

Auf Stadtebene gibt es bereits ein Deister-Aktionsprogramm, dessen Zwischenergebnisse und Projekte öffentlich kommuniziert werden. Das ist eine gute Basis – und zeigt, dass in Springe keine Luftschlösser gebaut werden müssen. Der Wahlkampf kann an laufende Prozesse anschließen und sie entschlossen weiterentwickeln.
 

Was ich in Springe konkret umsetzen werde

Springe soll das Tor zum Deister werden – mit drei klar benannten Besucherprodukten, die jeder sofort versteht und die für sich selbst sprechen.

Das erste Produkt sind Deister-Startpunkte in Springe und den Ortsteilen: gut ausgeschilderte Parkplätze, saubere Toilettenanlagen, klare Wegeführung und konkrete Routenangebote – eine familienfreundliche Rundtour von 60 bis 90 Minuten, eine anspruchsvollere Alternative für erfahrene Wanderinnen und Wanderer. Das klingt selbstverständlich – ist es aber oft nicht, und genau das fehlt.

Das zweite Produkt sind attraktive Übernachtungsmöglichkeiten für Wohnmobile und Wohnwagen: nicht bloß Stellflächen, sondern sichere, saubere und buchbare Plätze mit ausreichender Beleuchtung, Entsorgungsstation und klaren Hinweisen.

Das dritte Produkt ist ein verlässlicher Jahreskalender mit wenigen, aber starken Terminen: vier bis sechs hochwertige Formate wie Wandertage, kleine Kulturabende und Natur-Workshops – lieber zuverlässig als ständig wechselndes Irgendwas.

Diese Formate werden an die vorhandenen Deister-Angebote der Region Hannover gekoppelt, um Synergien zu nutzen.

Springe als Naherholungs- und Tourismusort stärken: den Deister konsequent nutzen

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Politik mit den Menschen: Beteiligung, die man spürt

„Ich will, dass die Menschen in Springe wieder das Gefühl haben: Die Stadt hört zu – und setzt um. Nicht jeder Wunsch geht. Aber jeder bekommt eine klare Antwort. Und bei freiwilligen Projekten dürfen die Bürger mitentscheiden.“

Was bereits funktioniert – Beispiele aus anderen Kommunen

Die Stadt Unterschleißheim in Bayern hat gezeigt, wie ein Bürgerbudget in der Praxis funktioniert: Seit Jahren gibt es ein festes Budget, Bürgerinnen und Bürger können Ideen einreichen, und die Projekte werden tatsächlich umgesetzt. Dieses Modell schafft echte Mitgestaltung – keine symbolische. Das Portal „Akademie für lokale Demokratie“ beschreibt Bürgerbudgets als verbreitetes Instrument in deutschen Kommunen, mit einer typischen Größenordnung von ein bis drei Euro pro Einwohner und Jahr.

Was ich in Springe konkret umsetzen werde

Mein Leitsatz lautet: Zuhören ist nur der Anfang – entscheidend ist, dass man sieht, was daraus wird.

Konkret bedeutet das: Jede Bürgersprechstunde endet mit einem kurzen, öffentlichen Ergebnisprotokoll – mit der Frage „Was passiert als Nächstes?“ als fester Abschluss. Für freiwillige Projekte wird ein Bürgerbudget eingerichtet: ein klar definierter Topf, transparente Regeln, ein Machbarkeitscheck durch die Verwaltung, eine öffentliche Abstimmung und dann die Umsetzung. Ortsteil-Runden finden zweimal jährlich je Ortsteil mit fester Struktur und konsequenter Nachverfolgung statt.

Ein besonders wichtiges Thema, das die Menschen in Springe direkt betrifft, ist die Zukunft des Hallenbades. Diese Entscheidung ist zu bedeutsam, um sie allein im Rat zu treffen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass ein Ratsbürgerentscheid über die Zukunft des Hallenbades durchgeführt wird – damit die Bürgerinnen und Bürger selbst mitentscheiden, wie es weitergeht. Ein Ratsbürgerentscheid ist ein Beschluss des Stadtrates, eine bestimmte Frage direkt den Bürgerinnen und Bürgern zur Abstimmung vorzulegen. Das ist Demokratie, die man spürt.

Tanzendes Paar

Teilhabe für Seniorinnen und Senioren: Mobilität, Digitales und Begegnung

„Ich will, dass ältere Menschen in Springe selbständig bleiben – auch wenn alles digitaler wird. Es geht nicht nur um Pflege. Es geht um Mobilität, Begegnung und einfache Hilfe im Alltag.“

Was bereits funktioniert – Beispiele aus anderen Kommunen

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) beschreibt das Programm „Digitaler Engel“ als einen bewährten Ansatz: Ein Infomobil fährt dorthin, wo ältere Menschen sind – auf Marktplätze, in Seniorentreffs – und bietet niedrigschwellige, persönliche Beratung zu digitalen Themen an. Statt auf die Initiative der Betroffenen zu warten, geht der Staat zu den Menschen hin. Das baut Hürden und Ängste ab.
 

Die Städte Bergkamen und Neumünster haben mit ihren Seniorenbüros gezeigt, wie eine zentrale Anlaufstelle mit echter Lotsenfunktion funktioniert: eine Nummer, eine Adresse, ein Team – das Kurse koordiniert, über Hilfsangebote informiert und ehrenamtliches Engagement bündelt.
 

Was ich in Springe konkret umsetzen werde

In Springe werde ich kein Einzelprojekt starten, sondern ein Paket aus drei aufeinander abgestimmten Bausteinen umsetzen.

Der erste Baustein ist das Seniorenbüro Springe: eine echte Lotsenfunktion mit einer Telefonnummer und einem festen Team, das Kurse, Alltagshilfen und Ehrenamt koordiniert – nach dem Vorbild von Bergkamen und Neumünster.
Der zweite Baustein ist das mobile Digital-Café: In Kooperation mit der Volkshochschule (VHS), lokalen Banken und Ehrenamtlichen fährt das Angebot in die Ortsteile – nach dem Prinzip des „Digitalen Engels“: hingehen, nicht warten.
Der dritte Baustein ist die praktische Verbesserung der Mobilität: Das Rufbus-System „Sprinti“ soll seniorenfreundlicher werden, konkret durch telefonische Buchbarkeit, feste Anlaufstellen und einen Begleitservice. Denn Mobilität ist im Alltag wahlentscheidend.

Ergänzt werden diese drei Bausteine durch kleine, aber sofort wirksame Infrastrukturmaßnahmen: mehr Bänke, bessere Beleuchtung, sichere Querungsstellen und klare Beschilderung – sichtbar, messbar und innerhalb einer Haushaltsperiode umsetzbar.
 

Um sicherzustellen, dass die Stimme der älteren Generation dauerhaft in kommunalpolitische Entscheidungen einflüeßt, werde ich die Einrichtung eines Seniorenbeirats initiieren. Ein Seniorenbeirat ist ein offiziell anerkanntes Gremium, in dem gewählte Vertreterinnen und Vertreter der älteren Bevölkerung Stellung nehmen können zu Vorhaben, die ihre Belange berühren – von der Stadtplanung über den Nahverkehr bis zur sozialen Infrastruktur. Das ist keine Alibiveranstaltung, sondern ein fester Teil der politischen Mitgestaltung.

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